Neues Microsoft Betriebssystem Mojave begeistert

Microsoft hat Vista-Kritikern in San Francisco sein neues Betriebssystem mit dem Codenamen “Mojave” vorgestellt und erhielt von 90% der Teilnehmer positives Feedback. Anschliessend wurde die Katze aus dem Sack gelassen – was als Mojave präsentiert wurde, war in Wirklichkeit Windows Vista.



Obwohl bei der Präsentation vermutlich hauptsächlich die Zuckerseiten von “Mojave” im Mittelpunkt standen, zeigt dieser Versuch doch deutlich, wie schwerwiegend die Image-Probleme des jüngsten Microsoft-Betriebssystems sind. Während seit dem Start vor bald zwei Jahren viele Macken von Windows Vista behoben oder abgeschwächt werden konnten, leidet das Produkt noch immer immens unter dem negativen Image, das es sich durch eben diese Macken zugezogen hat.

Tatsächlich fällt es schwer, die Sache “Vista” objektiv zu sehen. Privatuser und Firmenkunden meiden den Umstieg teilweise aus Angst vor den dadurch vermutlich entstehenden Problemen. Ob diese Probleme allerdings auch wirklich auftauchen würden, kann niemand mit Sicherheit sagen, da man erst einmal umsteigen müsste, um das zu überprüfen.

Microsoft überlegt derzeit, wie man das Ergebnis des Versuchs marketingtechnisch aufbereiten kann um daraus eine möglichst schlagkräftige Werbekampagne zu bauen. Einen ersten Vorgeschmack auf die bald anlaufende 300 Mio Dollar Kampagne erhielten Microsofts Mitarbeiter auf einer internen Konferenz in der zweiten Juli-Woche. Die Aussage “At one point, everyone thought the Earth was flat” soll vermitteln, dass das negative Image von Vista zu grossen Teilen auf falschen Informationen basiert.

0807_vista_werbung.jpg

CNET Artikel zu dem Mojave Versuch
WinFuture Artikel zur Vista Werbe/Imagekampagne